Unternehmertum wird oft nicht so gesehen, wie es wirklich ist. Von außen sieht es so aus, als beginne alles, wenn eine App veröffentlicht wird oder ein Unternehmen bereits eingetragen ist. Doch die Realität ist eine andere: Der Prozess beginnt viel früher, mit Fragen, Tests, Fehlern und Entscheidungen, die nach und nach getroffen werden.
Ich bin Anthony José Hernández Cedeño, Gründer von VeratekSoft UG und Entwickler der mobilen Anwendung Trevloc, und dieser Artikel ist aus dem Bedürfnis entstanden, den Prozess ehrlich zu beschreiben: wie man etwas Eigenes aufbaut, wenn man persönliche Anstrengung mit der passenden Unterstützung kombiniert.
Die Idee und der Weg
Von Anfang an war mir klar, dass ich ein Softwareentwicklungsunternehmen aufbauen und an einer Anwendung mit lokalem Einfluss arbeiten wollte. Die Vision von VeratekSoft und Trevloc nahm mit der Zeit Gestalt an, durch Überlegen, Testen und wiederholtes Anpassen.
Wie bei jedem Projekt in der Frühphase gab es viele Unsicherheiten: rechtliche Entscheidungen, Unternehmensstruktur, Produktfokus und Prioritäten. In diesem Kontext kam die Gründungsfabrik (WFMG/GFMG) ins Spiel.
Der Wert guter Beratung
Die Gründungsfabrik ist kein Ort, an dem man eine fertige Anleitung bekommt oder genau gesagt bekommt, was zu tun ist. Ihr Wert liegt anderswo: in der Begleitung, in den richtigen Fragen und in der Erfahrung, die einem hilft, das eigene Projekt aus einer anderen Perspektive zu betrachten.
Dank ihrer Beratung konnte ich:
- den Geschäftskontext in Deutschland besser verstehen
- Ideen ordnen, die bereits vorhanden waren, aber Struktur benötigten
- Entscheidungen validieren, bevor ich sie umsetzte
- Kontakte zu anderen Gründern knüpfen, die ähnliche Wege gehen
Diese Art von Unterstützung ersetzt die Arbeit nicht, macht sie jedoch bewusster und solider.
Aufbauen und Lernen
Während ich Trevloc entwickelte — derzeit in privater Beta, geplant vor dem Sommer veröffentlicht — lernte ich, dass Unternehmertum ein ständiger Balanceakt zwischen Vorankommen und Reflektieren ist.
Die Gründungsfabrik bot einen Raum, in dem dieses Lernen ruhiger und klarer stattfinden konnte. Nicht als externe Lösung, sondern als Stütze, um mit mehr Sicherheit weiterzubauen.
Oft braucht man nicht, dass jemand die Arbeit für einen macht, sondern dass jemand hilft, die eigene Arbeit besser zu verstehen.
Den gesamten Prozess anerkennen
Dieses Projekt existiert dank vieler Arbeitsstunden, Beständigkeit und eigener Entscheidungen, aber auch, weil ich gelernt habe, Beratung und Orientierung anzunehmen, wenn es nötig war. Es ist keine Frage von entweder/oder, sondern eine Kombination.
Unterstützung anzuerkennen schmälert den eigenen Einsatz nicht, und den eigenen Einsatz anzuerkennen schmälert den Wert der Begleitung durch andere nicht.
Warum ich diese Erfahrung teile
Ich teile dies, weil ich es für wichtig halte, Unternehmertum ohne Übertreibungen oder leere Worte zu beschreiben. Etwas Eigenes aufzubauen ist anspruchsvoll, manchmal einsam, aber auch sehr bereichernd, wenn man das passende Umfeld findet.
Wenn du gerade dein eigenes Projekt startest, kann Beratung einen echten Unterschied machen. Eines ändert sich dabei jedoch nie:
”Niemand wird die Arbeit für dich erledigen.
Und genau darin liegt der Wert, etwas Eigenes aufzubauen.
Über den Autor: Anthony José Hernández Cedeño
Gründer von VeratekSoft UG und Entwickler der mobilen Anwendung Trevloc. Leidenschaftlich daran interessiert, Probleme durch Technologie zu lösen und nachhaltige Software zu schaffen.
Alle Artikel von Anthony